Travel Festival Leipzig 2018

Ich sitze gerade im Zug und lasse ein aufregendes und sehr lebendiges Wochenende in Leipzig hinter mir!

Gespannt habe ich Wolfgang von 1000 Meilen Wind von Seeabenteuern, windigen Zeiten und ebenso windigen Menschen erzählen hören.

Am liebsten hätte ich zu Beginn seines Vortrags sofort auf der Tres Hombres angeheuert, am Ende war ich eher schockiert und beeindruckt, dass Wolfgang diese Strapazen so positiv „überstanden“ hat. Chapeau!

Ich habe von Ozeankind gehört und im Film „A Plastic Ocean“ mit eigenen Augen gesehen, was meine Plastikflasche in der Welt anrichtet – etwas, das man ja eigentlich sowieso weiß, und dennoch nicht oft genug hören kann [im rewe2go am Leipziger Hauptbahnhof ist es mir auf jeden Fall gerade nicht möglich gewesen plastikfrei mein Wasser zu kaufen.]

Mogli von Life of Balu, Fritz Meinicke und Fräulein Draußen haben sich im Expert_inneninterview den Fragen des Publikums (und leider überwiegend den Fragen des Moderators) gestellt, ich hätte an dieser Stelle gerne mehr übers Reisen und weniger über Affiliate Marketing gehört. Die Moderation war leider anderer Meinung und hat mit Fragen und Kommentaren immer wieder den Bogen zum lieben Thema Geld gespannt.

Marco Buch vom Blog Life is a Trip hat die Lagerfeuergeschichten 2.0 mit der versteckten Message „Alles hat einen Sinn, manchmal erschließt er sich nur erst später“ durch viele kleine Anekdoten aus seinem Leben verdeutlicht.

Angekündigeter Hauptact war Andi Brendt der Autor von „Boarderlines“ und tatsächlich fand ich seinen Beitrag sehr großartig! Ich hatte Geschichten übers Suchen und Finden der besten Welle erwartet, das Surfen war jedoch nur eine Nebensache. Andi versteht es sehr gut, Reisegeschichten spannend und unterhaltsam zum Besten zu geben. All meine Vorurteile über Begegnungen mit wilden Tieren wurden bestätigt, dem nächsten Hund, dem ich begegne werde ich dennoch ein beherztes „Katsching“ entgegenrufen.

Alles in Allem war es ein Tag mit wahnsinnig viel fernweherzeugendem Input, ich hätte gestern Abend gern meinen Rucksack geschnappt und wäre hinaus in die weite Welt gezogen. Aber das ist natürlich auch quatsch. Ich sitze jetzt im Zug, rolle zurück in mein „nine-to-five Leben“ in Hamburg, dem „Hamsterrad“, was so viele der Reisenden verlassen haben. Aber ich fühle mich ja auch wohl darin. Weiß die Sicherheiten zu schätzen, bin glücklich darum, einen Job zu haben, in dem ich Menschen helfen kann, der es mir ermöglicht meine Blase von Zeit zu Zeit zu verlassen, und dafür bezahlt zu werden in anderer Leute Leben einzutauchen, die glänzenden Seiten, aber auch die Abgründe kennenzulernen. Und ich habe Urlaub! Ja, das mag spießig und erwachsen klingen. Aber wenn ich 6 Wochen im Jahr reisen kann, wohin ich auch will, dann ist das ein Anfang. Und vielleicht auch der Kompromiss, den man machen muss, wenn man heimlich von geregeltem Einkommen, Familienplanung und Hauskäufen träumt. Alles gleichzeitig geht nun mal nicht. Und das ist gar nicht schlimm.

Übenachtet haben wir im Übrigen im 5 Elements Hostel, was ich sehr empfehlen kann! Wir hatten ein super sauberes Doppelzimmer, ein bequemes großes Bett und ein riesiges Badezimmer. Die Preise für so ein Doppelzimmer variieren jedoch stark je nach Auslastung, wir haben zu zweit für eine Nacht im privaten Doppel 55 € bezhalt, das gleiche Zimmer kostete einen Tag vor Anreise nur noch 35 €, fürs nächste Wochenende aber 105 €.. Am besten findet man in Leipzig günstige Unterkünfte über booking.com

Eines will ich aber noch los werden: Liebes Orga Team vom Travelfestival: Ich komme gerne im nächsten Jahr wieder, allerdings nur, wenn ihr eine andere Moderation auf die Bühne stellt. Vor, hinter und neben mir haben die Menschen kollektiv aufgestöhnt, wenn der Moderator anfing zu sprechen und auch mir fiel es, je mehr Zeit verging, wirklich schwer ihm zuzuhören und dabei nicht genervt zu sein. Mir geht es hier in keinsterweise um persönliche Kritik an seiner Person, ich fand die dargebotene Moderationsleistung nur wirklich nicht gut! Die durch Pausen untermalte Sprachmelodie erinnerte mich stark an Christian Lindner, die Nachfragen und Zusammenfassungen waren bemüht, meistens ziemlich plump und zwischendurch auch einfach nur anmaßend, frech und übergriffig. Vom Publikum aus entstand beim Expert_inneninterview der Eindruck, dass der Moderator Fräulein Draußen so gar nicht ernst nehmen konnte und wollte. Er lachte an unpassenden Stellen und merkte auch nicht, dass selbst Fräulein Draußen irgendwann sehr genervt nachfragte, was daran so lustig sei. Es gibt viele tolle Moderator_innen und ich bin mir sicher, das Publikum würde euch einen Wechsel sehr danken!

Eine Antwort zu “Travel Festival Leipzig 2018

  1. Mmmmh, scheint als hätten wir uns doch gemeinsam auf den Weg machen sollen?! Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr, wenn dann die Moderation hoffentlich auch besser ist.

    Lesestoff bis dahin werde ich in jedem Fall auf den von dir verlinkten Blogs und Webseiten finden. Danke dafür!

    Liebe Grüße, Torsten …

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